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Mittelalterliche Stadtentwicklung

Ein Kenn­zei­chen der mit­tel­al­ter­li­chen Stadt ist ih­re Be­fes­ti­gung. In ge­rin­gen Tei­len ist sie heu­te im „Alt­stadt­vier­tel“ noch er­hal­ten. Bei den Aus­gra­bun­gen auf dem „Kar­stadt-Park­plat­z“ fand sich so­wohl Stadt­mau­er, Zwin­ger­mau­er als auch Stadt­gra­ben. Wäh­rend die Stadt­mau­er ein­fach auf die ehe­ma­li­ge Ober­flä­che auf­ge­setzt wur­de, fand die 6 m au­ßer­halb lie­gen­de Zwin­ger­mau­er ei­ne tief­grün­di­ge Fun­da­men­tie­rung. Hat­te die Stadt­mau­er noch ei­ne Mau­er­stär­ke von 2,2 m, so war die ei­nen Me­ter brei­te Zwin­ger­mau­er nur noch Blend­werk. Un­mit­tel­bar an sie schloss sich der Stadt­gra­ben an, der ei­ne obe­re Brei­te von ca. 16 m hat­te. Das äl­tes­te Ele­ment ist ein­deu­tig die Stadt­mau­er. Über die Ent­ste­hung von Zwin­ger­mau­er und Was­ser­gra­ben kön­nen nur Ver­mu­tun­gen an­ge­stellt wer­den. So konn­te die Soh­le des Gra­bens we­gen mas­si­ver Ka­nal­ein­bau­ten und we­gen der nö­ti­gen Ab­schrä­gun­gen bei der Aus­gra­bung nur auf et­wa ei­nem Qua­drat­me­ter er­fasst wer­den. Die we­ni­gen dort auf­ge­fun­de­nen Scher­ben sind dem spä­ten Mit­tel­al­ter zu­zu­ord­nen, wor­aus auf ei­ne re­la­tiv spä­te An­la­ge der äu­ße­ren Um­weh­rung zu schlie­ßen ist.

Bei der Aus­gra­bung auf dem Haß­fur­ter-Grund­stück zwi­schen Veil­chen- und La­tein­schul­gas­se kam ein Bruch­stein­f­un­da­ment zum Vor­schein, das we­gen sei­ner Stär­ke von 1,5 m nicht mit ei­ner nor­ma­len Haus­wand in Ver­bin­dung ge­bracht wer­den kann. Das par­al­lel zur be­kann­ten Stadt­mau­er ver­lau­fen­de und ca. 30 m in­ner­halb ge­le­ge­ne Mau­er­stück be­fin­det sich da­mit ge­nau auf der von Edu­ard Alt­mann und H. Neu­bau­er schon in den 50-er Jah­ren pos­tu­lier­ten Li­ne ei­ner ers­ten wit­tels­ba­chi­schen Stadt­mau­er. Alt­mann, ein Deg­gen­dor­fer Leh­rer, der sich sehr in­ten­siv mit der Deg­gen­dor­fer Ge­schich­te be­schäf­tig­te, hat­te da­mals auf Grund von al­ten We­ge­rech­ten wie auch von noch sicht­ba­ren Mau­er­res­ten in der Bahn­hof­stra­ße und in der Pfleg­gas­se von ei­ner qua­dra­ti­schen wit­tels­ba­chi­schen Stadt­an­la­ge ge­spro­chen, die erst im Lau­fe des Mit­tel­al­ters zu sei­ner heu­ti­gen Grö­ße er­wei­tert wor­den sein soll. Die Ke­ra­mik­fun­de „in­ner­hal­b“ die­ser Mau­er (Haß­fur­ter-Grund­stück) und au­ßer­halb des ge­dach­ten Mau­er­ver­lau­fes (La­tein­schul­gas­se 11) schei­nen die­se An­sicht tat­säch­lich zu be­stä­ti­gen. So ist zu­min­dest die äl­tes­te auf­ge­fun­de­ne Ke­ra­mik von der La­tein­schul­gas­se 11 jün­ger als die äl­tes­te auf dem Haß­fur­ter-Grund­stück, was dar­auf hin­weist, dass der Be­reich au­ßer­halb die­ser Mau­er erst spä­ter in die Stadt mit­ein­be­zo­gen wur­de. Dem­nach könn­te die Stadt al­so im Lau­fe des 14. Jahr­hun­derts tat­säch­lich ei­ne Er­wei­te­rung er­fah­ren ha­ben. Nicht aus­zu­schlie­ßen ist aber auch, dass der Be­reich un­mit­tel­bar in­ner­halb der be­kann­ten Stadt­be­fes­ti­gung zu Be­ginn nicht ge­nutzt wur­de. Die we­ni­gen Häu­ser und die gro­ßen Lü­cken in den Sei­ten­gas­sen noch der frü­hen Neu­zeit könn­ten da­für spre­chen. In die­sem Fal­le wür­de ein Ar­gu­ment für ei­ne Stadt­er­wei­te­rung weg­fal­len.

Stadt­ver­grö­ße­run­gen, Stadt­er­wei­te­run­gen, Ver­le­gung des Mau­er­rin­ges sind im Mit­tel­al­ter all­täg­li­che Er­schei­nun­gen und in vie­len Städ­ten auch heu­te noch nach­voll­zieh­bar (z.B. Ro­then­burg). Auch für Deg­gen­dorf wur­de die­se Mög­lich­keit schon früh an­ge­spro­chen, al­ler­dings in be­zug auf die Ein­bin­dung der Grab­kir­che in ein vor­mals mehr rund­li­ches Stadt­ge­bil­de. Letzt­end­li­che Si­cher­heit be­steht bis­her nicht und es ist zu hof­fen, dass die be­vor­ste­hen­den Aus­gra­bun­gen in der Grab­kir­che wei­te­re Auf­schlüs­se zu­min­dest über die Be­sied­lung des Plat­zes vor dem Kir­chen­bau brin­gen.

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