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Gewerbe

Der Nach­weis von Ge­wer­be kann nur bei ei­ner An­häu­fung ge­wer­be­ty­pi­scher Ge­gen­stän­de er­bracht wer­den. Un­mit­tel­bar hin­ter der Metz­ger­gas­se 10-12 kam ei­ne gan­ze An­zahl klei­ner, 6-10 cm ho­her, schwarz ge­brann­ter Ton­be­cher zum Vor­schein. Au­ßer­ge­wöhn­lich ist ih­re Kon­zen­tra­ti­on an die­sem Platz, eben­so ihr Feh­len an al­len üb­ri­gen bis­he­ri­gen Gra­bungs­plät­zen. Auf Grund der Ver­ge­sell­schaf­tung mit an­de­rem Ke­ra­mik­ma­te­ri­al sind sie in das 13./14. Jahr­hun­dert zu da­tie­ren. Ih­ren Ver­wen­dungs­zweck ken­nen wir na­tür­lich nicht, doch ist man durch­aus ge­neigt, sie als Wein- oder Schnaps­be­cher zu in­ter­pre­tie­ren. Da sich die Ge­schich­te der Deg­gen­dor­fer Häu­ser bis frü­hes­tens ins 16. Jahr­hun­dert nach­voll­zie­hen lässt, kann nur ver­mu­tet wer­den, dass sich hier im spä­ten Mit­tel­al­ter ei­ne Knei­pe be­fand. Mit der be­gin­nen­den Neu­zeit ist sie so­wohl ar­chäo­lo­gisch als auch his­to­risch nicht mehr nach­weis­bar.

Un­ter­strei­chen lässt sich die­se In­ter­pre­ta­ti­on durch ei­ne grö­ße­re An­zahl von Glas­frag­men­ten, haupt­säch­lich Res­ten von Kel­chen des 17. Jahr­hun­derts, in der Nord­west­e­cke des Ses­sels­ber­ger Grund­stü­ckes. In­ter­es­san­ter­wei­se ist aus den Steu­er­bü­chern für das zu­ge­hö­ri­ge Haus am Obe­ren Stadt­platz ei­ne Gast­wirt­schaft (Wein­wirt­schaft) nach­weis­bar. Die Kon­zen­tra­ti­on an die­ser und das Feh­len an an­de­ren Stel­len ist hier ge­nau­so ge­ge­ben wie bei den Ke­ra­mik­be­chern.

Letzt­end­lich mag auch noch ein Be­fund aus dem ba­ro­cken Fried­hof von Scha­ching an­ge­führt wer­den. In Grab 14 fand sich ne­ben dem ob­li­ga­ten Ro­sen­kranz ein klei­ner Zapf­hahn aus Mes­sing. Der Ver­dacht, dass es sich bei dem Be­stat­te­ten um ei­nen Gast­wirt han­del­te, liegt na­he.

Stadtarchiv

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