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Kirchengrabungen

Nach­dem zu Be­ginn der 80-er Jah­re durch die Kreis­ar­chäo­lo­gie be­reits die Stadt­pfarr­kir­che un­ter­sucht und mit den ver­schie­de­nen Vor­gän­ger­bau­ten ei­ne völ­lig neue Bau­ge­schich­te die­ses Got­tes­hau­ses ge­schrie­ben wur­de, konn­te durch die Stadt­ar­chäo­lo­gie so­wohl die Scha­chin­ger Kir­che, die Kir­che in Ret­ten­bach und die Burg­ka­pel­le auf dem Nat­tern­berg er­forscht wer­den. Für die un­mit­tel­ba­re Stadt­ge­schich­te spielt da­bei al­ler­dings nur die Scha­chin­ger Kir­che ei­ne be­son­de­re Rol­le, hing sie doch lan­ge Zeit eng mit der Stadt­pfarr­kir­che zu­sam­men. Ih­re Form hat­te im­mer wie­der zu Spe­ku­la­tio­nen über die Bau­ge­schich­te An­lass ge­ge­ben. Erst durch die Aus­gra­bung des ge­sam­ten In­nen­rau­mes ist die ex­ak­te Bau­ab­fol­ge nach­zu­voll­zie­hen.

Als äl­tes­tes Bau­werk kam ein ro­ma­ni­scher Kir­chen­grund­riss zum Vor­schein. Die­se ers­te Kir­che hat­te Aus­ma­ße von 10 x 7 m und ei­ne nur leicht ein­ge­zo­ge­ne halb­run­de Ap­sis. Die Fun­da­men­te des Tur­mes und des Lang­hau­ses sind mit­ein­an­der ver­bun­den, d. h. der heu­te noch ste­hen­de Turm wur­de be­reits mit der ers­ten Kir­che er­baut. Der ur­sprüng­li­che Ein­gang zum Turm be­fand sich in Hö­he des ers­ten Stock­wer­kes, wird man ihn wohl auch als Wehr­turm an­zu­spre­chen ha­ben. Da sich die Kir­che auf ei­ner Schwemms­and­in­sel des Bo­gen­ba­ches be­fand, hat man das Fun­da­ment der bes­se­ren Sta­bi­li­tät we­gen auf ei­nen Pfahl­rost ge­grün­det, von dem noch die Spu­ren im Sand­bo­den er­hal­ten wa­ren, wo­bei sich der Pfahl­rost al­ler­dings mehr als „Ste­ckerl­ros­t“ her­aus­stell­te. Die Kir­che dürf­te nach Aus­sa­ge der Fun­de im 12. oder be­gin­nen­den 13. Jahr­hun­dert ent­stan­den sein. Pfos­ten­lö­cher im In­nen­raum könn­ten, so­fern es sich nicht ein­fach um Ge­rüst­pfos­ten han­del­te, durch­aus für ei­ne wei­te­re, ei­ne höl­zer­ne Vor­gän­ger­kir­che spre­chen, ein ein­deu­ti­ger Grund­riss ließ sich dar­aus aber nicht er­schlie­ßen. Die klei­ne Scha­chin­ger Kir­che er­fuhr wäh­rend ih­rer Be­ste­hungs­zeit ei­nen Um­bau, die halb­run­de Ap­sis wur­de ab­ge­bro­chen und durch ei­nen län­ge­ren Recht­eck­chor er­setzt. Ein­zig­ar­tig sind die Ver­putz­stü­cke, die für die­sen Kir­chen­bau groß­flä­chi­ge Wand­ma­le­rei­en be­le­gen.

Schlie­ß­lich hat man im 15. Jahr­hun­dert, da­tiert durch die im Bau­schutt ge­fun­de­nen Mün­zen, die Kir­che mit Aus­nah­me des Tur­mes ganz ab­ge­bro­chen und durch den heu­ti­gen Kir­chen­bau er­setzt. Den Bau­be­fun­den nach soll­te auch der Turm ei­nem Neu­bau wei­chen und der Bau nach Wes­ten zu ver­län­gert wer­den. Doch aus un­be­kann­ten Grün­den hat man die­ses Vor­ha­ben auf­ge­ge­ben und die Rück­sei­te ein­fach durch Mau­er­stü­cke ver­schlos­sen, oh­ne dass die­se mit Turm oder Lang­haus­wän­den ver­bun­den wä­ren.

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