Stadtarchiv
Erich Kandler
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Stadtarchäologie
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Deggenau
Die erste Erwähnung Deggenaus erfolgte in einer Urkunde von 1140. Dort zeichnete ein Heinrich von "Tekinowe" als Zeuge eines Rechtsgeschäfts. Damals war Deggenau hauptsächlich eine Ansiedlung von Fuhrleuten, die Handelsgüter von den Wasserstraßen Donau und Isar in den Bayerischen Wald und in den Böhmerwald beförderten. Im 13. Jahrhundert nahm die Ansiedlung einen rein bäuerlichen Charakter an. Die Nähe zur Stadt machte Deggenau zu einem wichtigen Handelspartner Deggendorfs. 1760 war Deggenau ein Großdorf mit 21 Anwesen, 1809 umfasste es 5 Dörfer, 4 Weiler und 13 Einöden mit insgesamt 97 Familien.
Im 20. Jahrhundert wurde Deggenau ein wichtiger Standort von Wirtschaftsbetrieben. 1920 gründete Josef Wallner die Bayerische Hafenbetriebs GmbH zum Zweck einer eigenen Kies- und Sandbaggerei und zum schrittweisen Ausbau des in Deggendorf geplanten Hafens. Umfangreiche Kaianlagen entstanden sowie ein Getreidesilo, diverse Lagerhallen und eine Tankanlage.
Am 1.7.1972 erfolgte die Eingemeindung Deggenaus nach Deggendorf.
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