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04.12.2017 17:34

Karl Alexander Flügel (1890-1967)

Ein Maler des Bayerischen Waldes 10.12.2017 – 15.4.2018 Stadtgalerie im Stadtmuseum Deggendorf

„Felsen am Fluss“, Mischtechnik auf Leinwand, Stadtmuseum Deggendorf

Blick ins Graflinger Tal, Aquarell, Nachlass Flügel

Dem Ma­ler, Zeich­ner und Gra­fi­ker vom Ul­richs­berg wid­met die Stadt­ga­le­rie im Stadt­mu­se­um Deg­gen­dorf zum 50. To­des­tag die um­fäng­lichs­te Werk­schau, die vor al­lem aus dem Nach­lass Karl Alex­an­der Flü­gels schöp­fen kann.
Zum ers­ten Mal wer­den in ei­nem grö­ße­ren Rah­men über­wie­gend Zeich­nun­gen und Aqua­rel­le aus­ge­stellt, da­zu kaum be­kann­te Ge­mäl­de aus ver­schie­de­nen Schaf­fens­pha­sen.
Karl Alex­an­der Flü­gel ar­bei­tet in sei­nen Land­schaf­ten die cha­rak­te­ris­ti­schen Zü­ge her­aus und kom­po­niert sie zu ei­nem ty­pi­schen Gan­zen. Zum Teil in alt­meis­ter­li­cher Misch­tech­nik ent­stan­den, liegt über den rea­lis­ti­schen Ge­mäl­den ei­ne merk­wür­di­ge Stil­le. In den Stu­di­en nach der Na­tur er­kennt man den prä­zi­sen Be­ob­ach­ter kleins­ter De­tails, in den Skiz­zen und Ent­wür­fen er­fasst er die gro­ßen Form­zu­sam­men­hän­ge, die ei­ne Land­schaft cha­rak­te­ri­sie­ren. Die Pin­sel­zeich­nun­gen, Fe­der­zeich­nun­gen und Aqua­rel­le, oft auch Aus­gangs­ma­te­ri­al für die Ge­mäl­de, be­ste­hen je­der­zeit als ei­gen­stän­di­ge Gra­fi­ken und Ma­le­rei­en.
Un­ter der Viel­zahl von Zeich­nun­gen und Skiz­zen be­fin­den sich nicht we­ni­ge Do­ku­men­te von kul­tur­his­to­ri­schem Wert: Er­in­ne­run­gen an den Baye­ri­schen Wald, wie er war, be­vor ihm die neu­es­te Zeit ih­ren Stem­pel auf­drück­te.
Karl Alex­an­der Flü­gel wird am 13. No­vem­ber 1890 in Mün­chen ge­bo­ren. Er in­ter­es­siert sich für al­les, be­son­ders aber für Mu­sik und Kunst und wird Cel­list und Ma­ler. Auf sei­nen Mal­rei­sen in den Baye­ri­schen Wald, den Böh­mer­wald und den Ku­ba­ny-Ur­wald (Bou­bíns­ky pra­les) lernt er Land­schaf­ten und Leu­te ken­nen. Von ei­ner lan­gen Spa­ni­en- und Ma­rok­ko-Rei­se bringt er als Er­trag ei­ne An­zahl von Land­schaf­ten, Por­traits und Gen­re­dar­stel­lun­gen mit.
Nach die­sen Rei­sen baut sich der Künst­ler am Ul­richs­berg bei Deg­gen­dorf ein Haus. Dort leb­te er bis zu sei­nem Tod vor 50 Jah­ren am 13. Sep­tem­ber 1967.

Er­öff­net wird die Aus­stel­lung am Sonn­tag, den 10. De­zem­ber 2017 um 11 Uhr. Lo­thar Kil­ger, ein Zeit­zeu­ge der häu­fig mit sei­nen El­tern den Ma­ler am Ul­richs­berg auf­such­te, be­rich­tet von sei­nen Er­in­ne­run­gen.
Zur Aus­stel­lung er­scheint ein Ka­ta­log.

Be­gleit­pro­gramm:
Sonn­tags­füh­run­gen mit der Toch­ter des Künst­lers, Ul­ri­ke Flü­gel am 11. Fe­bru­ar, 11 März und 8. April 2018 je­weils um 14 Uhr.

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
E-Mail