Grabungsstätten
Innerhalb der Stadt konnten mehrere Großgrabungen durchgeführt werden, zwei mal zwischen der Pfleggasse und Metzgergasse, auf dem ehemaligen „Karstadtparkplatz“ zwischen Metzgergasse und nördlichem Stadtgraben, auf dem „Haßfurter-Grundstück“ zwischen Veilchengasse und Lateinschulgasse sowie am Ende der Lateinschulgasse. Diese Ausgrabungen dauerten jeweils 6 bis 8 Monate. Daneben gab es verschiedene kleinere Eingriff, entweder stand nur ein begrenzter Platz zu Verfügung wie in der Veilchengasse 3, oder die anstehenden Bauvorhaben erlaubten nur kürzere Einblicke in das „Bodenarchiv“. Dies war besonders frustrierend im Falle der Pfleggasse 11 sowie am Oberen Stadtplatz 20, wobei in beiden Fällen auf Grund der vorhandenen Funde und Befunde weitaus mehr Erkenntnisse zu erwarten gewesen wären. Beim Bau der Tiefgarage Oberer Stadtplatz konnte zwar auch nicht das ganze, aber doch ein ausreichend großes Areal untersucht werden. Die Beobachtung der restlichen Baumaßnahme ließ zudem keinen Schluss zu, dass allzu viel versäumt oder übersehen worden wäre. Zu den kleineren Grabungen gehörten die im ehemaligen Dirmeier Anwesen am Ende der Pfleggasse, in den Häusern 14/16 in der Metzgergasse, in der Metzgergasse 13, am Spitaltor, im Rosenhof, im Spitalgarten, in der Hengersberger Straße 1, bei der Hl. Grabkapelle und an der Geiersbergkirche.
Über mehrere Jahre hin zog sich die Ausgrabung der Schachinger Kirche und des umgebenden Kirchhofes mit seinen ca. 300 beigabenführenden neuzeitlichen Gräbern. Bis auf einen kleinen Bereich östlich der Kirche, der wohl nicht zugänglich sein wird, ist diese Ausgrabung als abgeschlossen zu betrachten. Auch die vor dem Friedhof liegende Ziegelei konnte, soweit sie im Boden noch erhalten war, vollständig ergraben werden.







