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22.08.2019 10:03

Zur Erinnerung an den 130. Geburtstag des Deggendorfer Oberbürgermeisters Hans Krämer

Archivfoto von Hans Krämer
Bildnachweis: Stadt Deggendorf

Hans Krämer wurde am 24.08.1889 in München als Sohn eines Arbeiters geboren. Seine Mutter war schon in Deggendorf als Kellnerin tätig. Hans Krämer besuchte das Humanistische Gymnasium und nach einem Studium an der T.H. legte er 1913 seine Diplomprüfung als Elektro-Ingenieur ab. Nach seiner Verehelichung zog er nach Berlin und übernahm den Posten eines Prüfungs- und Montageingenieurs bei den Siemens-Schuckert-Werken.

1934 siedelte er nach Stettin über und fungierte als Oberingenieur und Prokurist bei den Großkraftwerken. Später wurde er Direktor und Vorstandsmitglied der Stettiner Elektrizitätswerke. Von 1944 bis 1945 war er Direktor und stellvertretender Vorstand bei den Märkischen Elektrizitätswerken und lebte 1945 als Flüchtling in Stralsund. Als solcher kam er nach Griesbach im Rottal, wo er als Zählerableser und später als freischaffender Ingenieur bis zu seiner Berufung nach Deggendorf tätig war.

Nach der Ruhestandsversetzung des Oberbürgermeisters Dr. Hugo Leicht war Alfons Nothaft Bürgermeister von Deggendorf. Am 28.09.1951 wurde vom Stadtrat mit 14:6 Stimmen Dipl.-Ing. Hans Krämer zum Oberbürgermeister gewählt.

Krämer wurde am 30.03.1952 zum Oberbürgermeister der Stadt Deggendorf ab 01.05.1952 mit 5392 Stimmen, das waren 66,82 %, auf die Dauer von 6 Jahren gewählt. Die Deggendorfer haben ihm das Vertrauen mit 2 Wiederwahlen gedankt. Seine großpolitische Einstellung präzisierte Krämer mit den Worten: „Ich bin und bleibe Bayer. Ich bin Deutscher und bleibe Deutscher. Ich bin auch bereit, Europäer zu werden.“ Krämer bezeichnete sich als absoluter Gegner jeder Vermassung und wollte sich keiner Partei irgendwie verpflichten.

Die Beseitigung der Wohnungsnot war Krämers große Sorge. Er setzte sich ein für die armen, in Elends-Quartieren untergebrachten Mitmenschen. Unter seiner Initiative wurde die Stadtbau GmbH, deren Aufsichtsratsvorsitzender er war, gegründet. An der Ringstraße errichtete er einen Wohnblock für 96 Wohnungen. Ein neuer Stadtteil hatte sich durch die Erbauung der Bundesgrenzschutzhäuser an der Detterstraße gebildet. So auch an der Spittlwiese.

Auf den Höhenrücken des Heidegrundes entstand die VDK-Siedlung. Teilkanalisierungen wurden vorgenommen und die Ringstraße wurde ausgebaut. Während seiner Amtszeit wurde die Oberrealschule erweitert, der Krankenhauserweiterungsbau durchgeführt, die St.-Martins-Volksschule mit Turnhalle gebaut wie auch der Schlachthof und das Leichenhaus und viele Straßen, Wohnhäuser und Siedlungen.

Am 22.10.1961 ist er völlig unerwartet im Alter von 72 Jahren gestorben.

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
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