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02.09.2019 08:18

Tag des offenen Denkmals: Kloster – Schule – Lagerhaus

von Umbrüchen und Nutzungsänderungen im Kulturviertel

Nach wie vor ein Schmuckstück in Deggendorf: das 1900 von Johann Baptist Schott errichtete Knabenschulhaus zu Deggendorf, heute Stadtmuseum.
Bildnachweis: Stadt Deggendorf

Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ beteiligt sich die Stadt Deggendorf mit einer Führung im Kulturviertel. Hier entstand von 1983 bis 1991 eng beieinander ein Areal, das mit dem Kapuzinerstadel, dem Handwerksmuseum und dem Stadtmuseum, sowie als einzigem Zweckbau der Stadtbibliothek, überregionale Bedeutung erlangt hat. Drei dieser Bauten haben eine Geschichte, die zum Teil weit zurückreicht, und die früher gänzlich andere Aufgaben erfüllten.
Sandra Eisenhuth und Erich Kandler vom Stadtarchiv werden die Entwicklung dieses Stadtteils erläutern und vertieft auf die Geschichte dieser drei historischen Bauten eingehen. Vor allem die ehemalige Kapuzinerklosterkirche Sankt Michael mit dem angrenzenden Klosterareal weist eine bewegte Vergangenheit auf. 1802, noch ein Jahr vor der bayernweiten Säkularisation, wurde der Orden aufgelöst und die Besitzungen der Kapuziner an Privatleute versteigert. Erst 1867 konnte die Stadt Deggendorf das ehemalige Kirchengebäude erwerben, um es unter anderem auch für die neugegründete Feuerwehr zu verwenden. Im Obergeschoss war bis in die 1960er Jahre die Turnhalle für die benachbarte Knabenschule untergebracht.
Dass das Stadtmuseum zuvor ein Schulgebäude gewesen, ist sieht man dem Gebäude auch heute noch von innen und außen an: Große Fenster sorgten für gute Lichtverhältnisse in den Klassenzimmern, die noch heute in den geräumigen Ausstellungsräumen wiedererkannt werden können. Und auch das Treppenhaus und die Flure weisen auf diese Vergangenheit hin. An der nördlichen Fassade ist ein schmückender Bienenkorb eingearbeitet, der die Schüler täglich daran erinnerte fleißig ihrer Schulpflicht nachzukommen.
Dem Handwerksmuseum sieht man die vorhergehende Nutzung nicht mehr an. Hier haben die Architekten ganze Arbeit verrichtet, als sie das ehemalige Lagerhaus der Baywa in ein Museumsgebäude verwandelten. Der ganze Platz wurde damals umgestaltet und zum kulturellen Schmuckstück Deggendorfs hergerichtet. Mit der Übergabe dieses Hauses an die Öffentlichkeit war das Kulturviertel 1991 offiziell eingerichtet gewesen.

Beginn: Sonntag, 8. September 2019 um 15 Uhr
Treffpunkt: vor dem Eingang zum Handwerksmuseum

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
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