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09.06.2020 08:45

Die Stadt Deggendorf sät wieder neue Blumenwiesen an

Foto: Blumenwiese beim „Tor zum Bayerischen Wald“
Bildnachweis: Stadt Deggendorf

Vor 3 Jahren wurde auf dem Rondell im Stadtpark die erste größere Blumenwiese mit einheimischen Arten angelegt. Auf dieser Fläche ist mittlerweile quirliges Leben mit blühenden Wiesenpflanzen und pollen- und nektarsuchenden Insekten eingekehrt. Zurzeit blühen dort u.a.: Margerite, Schafgarbe, Malve, Färberkamille und Witwenblume.

Im letzten Jahr wurden weitere Blumenwiesen angesät: Am Bogenbach nähe Bauhof wurden drei verschiedene Blühflächen angelegt: Nahe der Diakonie blüht die „Deggendorfer Bienenwiese“. Sie besteht aus heimischen Wildstauden und Kulturpflanzen. Im zweiten Jahr blühen dort zurzeit z. B. Färberkamille und Wiesenflockenblume. Etwas weiter Richtung Stadtpark wurde eine Blütenmischung aus einheimischen Pflanzen - wie sie an mageren Säumen vorkommen- ausgebracht. Die Mischung „Bunter Saum“ ist für den städtischen Bereich konzipiert und enthält ein- bis zweijährige Arten. Diese säen sich selbst wieder neu aus. Im „Bunten Saum“ blühen derzeit zum Beispiel: Natternkopf, Weiße Lichtnelke und Wilde Malve. Besonders die blauen Blütenrispen des Gemeinen Natternkopfs ziehen Insekten in großer Zahl an. Diese beiden Blühflächen entstanden im Rahmen der Aktion „BienenBlütenReich“ des Netzwerks „Blühende Landschaft“.

Ein paar Meter weiter Richtung Stadtpark wird eine sehr naturnahe Methode der Blumenwiesenanlage gezeigt. Diese Methode wird von Fachleuten des Naturschutzes bevorzugt. Es wird dazu Wiesenpflanzensamen aus nahe gelegenen artenreichen Wiesen verwendet. Die Spenderfläche wird zur Zeit der Samenreife der Wiesenpflanzen gemäht oder beerntet. In diesem Fall wurde Wiesensamen eines Halbtrockenrasens bei Sammern im Sommer 2019 gedroschen und anschließend am Bogenbach ausgesät. Wiesenpflanzen mit der genetischen Ausstattung der näheren Umgebung sind am besten für die heimische Insektenwelt geeignet. Für spezialisierte blütenbesuchende Insekten müssen die Pflanzen und Bodenverhältnisse ihres natürlichen Lebensraums nachempfunden werden. Die Schaffung einer gebietsheimischen Blumenwiese nimmt einige Zeit in Anspruch. Es sind auf der Versuchsfläche bereits bestimmte Pflanzenarten aufgegangen. Derzeit sieht man Karthäusernelke, Grannen-Klappertopf und Klatschmohn blühen.

Die Stadt plant, in Zukunft noch mehr Blumenwiesen aus gebietsheimischem Saatgut anzulegen. Mit einer „Regio-Saatgut-Mischung“ wurde beim „Tor zum Bayerischen Wald“ eine artenreiche Blumenwiese geschaffen. Dort trifft man zurzeit auf ein Meer von Margeriten. Regio-Saatgut wird von Saatgutfirmen für eine bestimmte Herkunftsregion aus der Ernte von entsprechenden Wildpflanzen gewonnen und für unterschiedliche Standorte (feucht, trocken, mager….) zusammengestellt. Deutschland ist dazu in 22 Herkunftsregionen eingeteilt.

Dieses Jahr kommen neue Blumenwiesen mit einer Fläche von ca. 3000m² hinzu: Im Baugebiet in Aletsberg entstehen in den Grünstreifen entlang der Straße neue Blumenwiesen aus Regio-Saatgut. Auch in Niederkandlbach „Am Königsfeld“ wird es demnächst blühen. Eine weitere Ansaat mit Regio-Saatgut ist gerade am Waffenhammer fertiggestellt worden. Am Wall des Baseballstadions in Natternberg wird ebenfalls demnächst eine Blumenwiese angelegt. In Scheuring sind in einem Grünzug Böschungen mit einer Blumenwiesenmischung angesät worden.

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
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