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15.07.2020 08:36

Es geht weiter: Neue Projekte von „Demokratie leben!“

Trotz der Corona-Einschränkungen sind Aktionen und die „Wochen der Begegnungen“ möglich

Zur ersten Sitzung nach dem Lockdown traf sich der Begleitausschuss „Demokratie leben“ im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses
Bildnachweis: Kristina Pöschl

Nach einer längeren, corona-bedingten Pause fand nun im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses die dritte Sitzung des Begleitausschusses von „Demokratie leben!“ statt, um über Projekte abzustimmen, die durch das Bundesprogramm des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden können.

Zu Beginn der Sitzung erinnerte der Vorsitzende Martin Hohenberger an den verstorbenen Hermann Wellner, der über Jahre als ständiger Vertreter des Oberbürgermeisters dem Begleitausschuss angehörte. Sein Amt übernimmt nun die 3. Bürgermeisterin Renate Wasmeier. In den vergangenen Wochen war es nicht möglich, Veranstaltungen durchzuführen. Auch wenn die Organisation weiterhin eine Herausforderung bleibt, lagen dem Begleitausschuss erfreulicherweise einige Projektanträge vor. Der Caritasverband des Landkreises Deggendorf plant eine weitere Aufführung der Kurzfilme „Nachbarn“. Studenten der TH Deggendorf haben Videoportraits von Bewohnern des Ankerzentrums Deggendorf erstellt, die ihre persönliche Fluchtgeschichte erzählen. Den Zuschauern sollen die Distanz zu den Bewohnern des Ankerzentrums und damit einhergehende Ängste und Vorurteile genommen werden. Die Filmvorführung wird im Lichtspielhaus Deggendorf stattfinden, im Anschluss gibt es eine moderierte Diskussion. Ein Termin steht noch nicht fest. Der Förderverein der Kaufmännischen Berufsschule Deggendorf organisiert für die Schüler der 10. Jahrgangsstufe ebenfalls eine Kinovorführung. Am 27. November wird vormittags im Lichtspielhaus der Film „Der schwarze Nazi“ gezeigt, der sich mit den Themen Integration und Rassismus auseinandersetzt. Im Anschluss an die Vorführung steht der Regisseur für ein Gespräch mit den Schülern zur Verfügung. Dieser Film soll zudem in einer öffentlichen Aufführung am Abend im Lichtspielhaus Schwali gezeigt werden. In der Reihe „Kino gegen Rechts“ wird außerdem der Film „Spuren – die Opfer der NSU“ zu sehen sein. Der Interkulturelle Verein Mostik hat die Bilderausstellung „Besondere Zeiten“ organisiert, die im August in Seniorenheimen zu sehen ist, um den Bewohnern eine Freude zu machen. Im Oktober plant der Verein einen Aktionstag, an dem Interessierten das Leben und Erfahrungen von Spätaussiedlern in Deggendorf mit Hilfe von Geschichten, einem Theaterstück und russlanddeutscher Küche nähergebracht werden soll.

Ursula Keßler von der Externen Koordinierungsstelle hatte eine gute Nachricht: Die „Wochen der Begegnungen“ werden auch in diesem Jahr im Oktober stattfinden. Zwar werden nicht alle Veranstaltungen wie aus den Vorjahren gewohnt durchführbar sein; doch der Begleitausschuss setzt auf die Kreativität und das Engagement der Projektträger. Bei der Auftaktveranstaltung am 8. Oktober im Kapuzinerstadl wird es eine Lesung geben, die die Volkshochschule Deggendorfer Land e. V. als Projektträger übernimmt. Der Referent Hasnain Kazim ist Sohn indisch-pakistanischer Einwanderer und Autor u.a. für ZEIT online. In seinem zweiten Buch „Auf sie mit Gebrüll“ zeigt er auf unterhaltsame Weise, wie man Hass und Parolen Einhalt gebietet.

Der Begleitausschluss beschloss einstimmig, die vorgestellten Projekte mit Mitteln aus dem Bundesprogramm zu unterstützen. Ursula Keßler wies zudem auf eine Plakataktion hin: Ab Ende Juli werden in Deggendorf Plakate zum Motto „Ich halte Abstand“ verteilt, die auf die Sinnhaftigkeit der Schutzmaßnahmen gegen Corona hinweisen.

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
E-Mail