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14.09.2020 14:20

Begegnung ermöglichen – mit Abstand

„Wochen der Begegnung“ finden in veränderter Form auch in diesem Jahr statt

Der Begleitausschuss von „Demokratie leben!“ in Deggendorf zur Vorbereitung der „Wochen der Begegnung“ im Oktober
Bildnachweis: Kristina Pöschl

Begegnungen fördern das soziale Miteinander und die Empathie, sie tragen dazu bei, dass wir Neues sehen, hören und lernen. Gerade im veranstaltungsarmen Corona-Jahr 2020 sind sie besonders wichtig – und trotz Abstand und Schutzmaßnahmen möglich. Deswegen finden auch in diesem Jahr die „Wochen der Begegnung“ in Deggendorf statt, wenn auch auf etwas andere Weise als aus den Vorjahren gewohnt. Verschiedene Projektträger haben auf den ganzen Oktober verteilt ca. 20 Veranstaltungen geplant, die unter dem Schirm des Förderprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stattfinden. Der Begleitausschuss von „Demokratie leben!“ in Deggendorf hat einigen Projekten eine Unterstützung aus dem Fördertopf zugesagt.

„Eine echte Begegnung ersetzt nichts“, spricht der Vorsitzende des Begleitausschusses Martin Hohenberger aus den Erfahrungen heraus, die der KJR-Geschäftsführer durch das Sommerprogramm des Kreisjugendrings sammeln konnte. In diesen schwierigen Zeiten unter Einhaltung aller Regeln Veranstaltungen durchzuführen, sei eine Herausforderung, es bedeute für alle mehr Arbeit, mehr Kosten und weniger Teilnehmer. „Es ist beeindruckend, dass sich so viele Projektträger finden, die sich nicht entmutigen lassen und eine Veranstaltung anbieten. Die „Wochen der Begegnung“ sind ein tolles und mächtiges Zeichen, das wir gemeinsam setzen.“

Ursula Keßler von der Externen Koordinierungs- und Fachstelle von „Demokratie leben!“ in Deggendorf erarbeitet gerade das Programm der „Wochen der Begegnung“. Ungefähr 20 Veranstaltungen werden von verschiedenen Vereinen und Institutionen angeboten. In diesem Jahr sind sie auf mehrere Wochen im Oktober verteilt. Angeboten werden Lesungen, Kinofilme und Ausstellungen, dazu auch wieder ein Tanz-Flashmob auf dem Stadtplatz, das Erzählcafé, die Demokratiekonferenz und das Ökumenische Glaubensfest. Die Veranstaltungen finden mit Anmeldung und entsprechend der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen statt, daher kann es auch kurzfristige Programmänderungen geben. Ende September werden das genaue Programm und die Modalitäten ausführlich vorgestellt.

Einen ersten Ausblick auf die „Wochen der Begegnung“ geben die in der Septembersitzung bewilligten Förderanträge zu Projekten, die im Oktober stattfinden. Die KEB Deggendorf wird am 1. Oktober im Kolpingsaal Deggendorf einen Vortrag von Prof. Dr. Manfred Eder über die verschiedenen Formen von Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart und über mögliche Gegenmaßnahmen anbieten. Für den 11. Oktober hat die KEB eine Lesung mit Joachim Jauer im Kapuzinerstadl geplant, der 30 Jahre nach der Wiedervereinigung über das Ende der DDR, die Rolle der Stasi und die Hinterlassenschaften der DDR-Diktatur spricht. Am 20. Oktober zeigt Donum Vitae im Kino den Dokumentarfilm „Mit anderen Augen“, in dem vier Syrerinnen im Gespräch mit deutschen Frauen ihre Geschichten und Lebenswelten vorstellen. Bei der Filmvorführung wird die Regisseurin anwesend sein. Der Verein „Kunst und Kultur an der Donau“ bringt wie schon im Sommer nun auch im Herbst Kunst mitten in die Stadt. An drei Montagen im September treten verschiedene Künstler im Freien am Luitpoldplatz auf. Auf diese Weise wird eine Auftrittsmöglichkeit für lokale Künstler geschaffen und gleichzeitig Kultur für alle zugänglich gemacht.

Ursula Keßler blickte bei der Sitzung außerdem auf die Veranstaltung „Besondere Zeiten“ des Vereins Mostik zurück. An der Donaupromenade gab es eine Ausstellung von ermutigenden, farbenfrohen Bildern, dazu wurde ein Kunstheft für Bewohner von Seniorenheimen gedruckt. Regelmäßig kommen die Vertreter des Jugendforums zusammen, um Aktionen zu planen und mit Geldern aus einem eigenen Fördertopf Jugendgruppen zu unterstützen. In Vorbereitung ist ein Seminarwochenende für die Mitglieder des Jugendforums in Nürnberg.

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Ansprechpartnerin
Viola Mühlbauer
Tel: 0991 2960-112
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