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Modellprojekt „Smart Cities Smart Regions“ – Planungs-konsortium zu Besuch im Oberzentrum Deggendorf-Plattling

Text von Stadt Deggendorf|Foto von Stadt Deggendorf|Stand: 14.06.2021 16:17 Uhr|Lesedauer: 2 Minuten
TH-Präsident Prof. Dr. Peter Sperber und Bürgermeisterin Renate Wasmeier begrüßen das Konsortium von SBA Architekten und OmegaLamdaTec am Campus der Technischen Hochschule Deggendorf

Als eine von zwölf bayerischen Kommunen wurde das Oberzentrum Deggendorf-Plattling für die Teilnahme am Modellprojekt „Smart Cities Smart Regions – Kommunale Digitalisierungsstrategien für Städtebau und Mobilität der Zukunft“ ausgewählt. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr (StMB). Den Zuschlag für die Entwicklung des Integrierten Digitalen Entwicklungskonzepts (kurz: IDEK) für das Oberzentrum erhielt das Münchner Architektur- und Stadtplanungsbüro SBA gemeinsam mit den Data Scientists von OmegaLambdaTec aus Garching.

Auf dem Weg zur digitalen Kommune zielt das mehrjährige Projekt darauf ab, eine auf die spezifischen Bedürfnisse von Deggendorf und Plattling zugeschnittene Digitalisierungsstrategie mit räumlichem Bezug zu entwickeln.

In der ersten Phase der Bestandsaufnahme ist es Aufgabe des Planungskonsortiums, sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen und die beiden Nachbarstädte kennenzulernen. Hierzu stattete die Delegation aus dem Münchner Raum den Projektverantwortlichen in Deggendorf und Plattling einen Besuch ab, mit dem Ziel, bereits vorhandene städtebauliche und digitale Strukturen, Netzwerke, Institutionen und laufende bzw. abgeschlossene Projekte auf der gemeinsamen Tour zu erkunden.

In Deggendorf führten Stadtplaner Klaus Busch und Sandro Pfeiffer vom Büro des Oberbürgermeisters das Planungsteam durch die Stadt. Erste Station bildete dabei der ITC 1 mit dem angeschlossenen Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern rund um Geschäftsführer Thomas Keller, der die Anlagen und innovativen Mieter präsentierte, das Konzept des GZDN näher vorstellte und einen kleinen Ausblick auf die künftige Entwicklung gab.

Im Anschluss daran machten sich insbesondere die Städteplaner mit der Innenstadt Deggendorfs und den gewachsenen Strukturen vertraut. Besondere Aufmerksamkeit schenkten sie dem zu überplanenden Klosterviertel, in welchem aktuell mit dem Abbruch der Hauswirtschaftsschule sowie dem anstehenden Abbruch des Parkhauses Maria-Ward die Vorbereitungen für eine städtebauliche Neuordnung geschaffen werden.

Über das Entwicklungsgebiet „Die Bogen“ erreichte das Konsortium schließlich die Technische Hochschule Deggendorf, wo die Teilnehmer von Präsident Prof. Dr. Peter Sperber und 3. Bürgermeisterin Renate Wasmeier in Empfang genommen wurden. Sperber berichtete über die Entwicklung der THD seit ihrer Gründung im Jahre 1994. Mit inzwischen über 8.000 Studierenden und 14 Technologiecampi in ganz Bayern sei sie die noch immer am schnellsten wachsende Hochschule Bayerns, sowie die viert größte, gemessen an den Studierendenzahlen.

Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmer auch am Donaupark, der im Rahmen der Landesgartenschau im Jahr 2014 entstand. Er hat die Stadt ein ganzes Stück näher an die Donau gebracht und mit der Geh- und Radwegbrücke eine neue, bedarfsgerechte Verbindung in Richtung Plattling geschaffen.

In Plattling wurden die Städteplaner und Astrophysiker des Planungsteams vom Ersten Bürgermeister Hans Schmalhofer sowie von Prof. Thomas Limbrunner am Technologiecampus für moderne Mobilität der THD im Nordpark in Empfang genommen. Prof. Limbrunner und Prof. Kreutzer, die beide am Technologiecampus Plattling im Bereich der Leistungselektronik bzw. am autonomen Fahren forschen, erklärten die Forschungsschwerpunkte und technischen Möglichkeiten der seit Ende 2020 betriebenen Anlage. Insbesondere werde aktuell die Optimierung der Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge näher untersucht.

Im Anschluss daran führte der Leiter der Bauverwaltung Eugen Grimm und Werkleiter Stefan Kopp die Delegation durch die Innenstadt. Abschließend wurde die Plattlinger Deichpromenade mit Bewegungsparcours besichtigt, bevor sich das Konsortium nach zahlreichen Eindrücken von den beiden Oberzentrumsstädten und dem Kennenlernen vieler wichtiger Akteure im Zusammenhang mit der Digitalisierung vor Ort auf den Rückweg nach München bzw. Garching machen konnte.

In einem weiteren Schritt ist nun die Aufarbeitung der Bestandsaufnahme vorgesehen. Hierzu wird es auch eine erste Veranstaltung für interessierte Bürgerinnen und Bürger beider Städte als Online-Sitzung geben. Sie wird am 29.07.2021 stattfinden. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden Zielsetzung und Vorgehen im Rahmen des Projekts erläutert, sowie Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Schließlich sollen auch die Bürgerinnen und Bürger das Wort haben und Vorschläge zur Digitalisierung der beiden Städte einbringen können.

Interessierte können sich anmelden. Möglich ist dies telefonisch unter 0991/2960-104 oder per Mail an sandro.pfeiffer@deggendorf.de. Die Städte Deggendorf und Plattling freuen sich über rege Beteiligung und bedanken sich bereits im Voraus für konstruktive Beiträge.

Bürgermeister Hans Schmalhofer heißt die Gruppe im Anschluss am Technologie¬campus für Moderne Mobilität in Plattling gemeinsam mit Prof. Thomas Limbrunner und Prof. Otto Kreutzer herzlich willkommen

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