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„Demokratie Leben!“: Neues „Bündnis“ hat sich konstituiert
Yvonne Pletl-Schäfer ist Vorsitzende
Text von Stadt Deggendorf|Foto von Stadt Deggendorf|Stand: 17.04.2025 07:38 Uhr|Lesedauer: 2 Minuten
Dies sind die sechzehn stimmberechtigten Bündnis-Mitglieder, die die demokratische Deggendorfer Zivilgesellschaft im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ repräsentieren: Renate Wasmeier (dritte Bürgermeisterin), Vorsitzende Yvonne Pletl-Schäfer (Kinderschutzbund), Oliver Antretter (Integrationsbeauftragter), Konrad Rankl (Jugendbeauftragter), Michael Stoyan (Polizei), Jana Grzemba (weiterführende Schulen), Markus Altschäfl (Schulsozialarbeit), Veronika Fischer und Theresa Käspeitzer (Jugendforum), die Pfarrer Martin Neidl (katholische Kirche) und Klaus-Ulrich Bomhard (evangelische Kirche), Dr. Ila Schnabel (Frauennotruf), Cem Yasinoglu (Netzwerk für kulturelle Vielfalt), Hela Schandelmeier (Familienzentrum), Elena Roth (Interkultureller Verein Mostik) und Ewald Treml (Stadtsportverband).

Der Begleitausschuss des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ heißt jetzt „Bündnis“ und hat sich am Montagabend im kleinen Sitzungssaal des Neuen Rathauses konstituiert. Sechzehn stimmberechtigte Mitglieder, darunter auch dritte Bürgermeisterin Renate Wasmeier in Vertretung für Oberbürgermeister Dr. Christian Moser, repräsentieren die Deggendorfer Zivilgesellschaft im Rahmen des demokratiefördernden Bundesprogramms. Unterstützt wird das Bündnis von einem schlagkräftigen Ämternetzwerk der Stadtverwaltung unter Federführung von Bastian Löffelmann, Leiter des Sachgebiets Schulen, Kinderbetreuung, Soziales und Sport, und Claudia Binner, die die Abrechnung der Projekte betreut. Sechzehn Bündnis-Mitglieder entscheiden zukünftig über die finanzielle Unterstützung von Projekten, die Demokratie fördern, Vielfalt gestalten und Extremismus vorbeugen wollen. Jeder, der ein „Demokratieprojekt“ plant, das diesen Grundkriterien entspricht, kann sich an die externe Koordinatorin Ursula Keßler wenden und Fördermittel beantragen. (Achtung neue Kontaktdaten: per Email über u.kessler@dl-deggendorf.de und mobil telefonisch über die Rufnummer 0151-19783320).

 

Für das Jahr 2025 stehen für Projektförderungen insgesamt 47.564,00 € Fördergelder zur Verfügung. Zugesagt vom Bundesprogramm ist ein Gesamtförderzeitraum von acht Jahren. Die Funktion des externen Partners ist von der Volkshochschule zum Kinderschutzbund gewandert. Zur ehrenamtlichen Vorsitzenden des neuen Bündnisses haben die stimmberechtigten Mitglieder die Stadträtin Yvonne Pletl-Schäfer – seit zehn Jahren Vorsitzende des Kinderschutzbundes – einstimmig gewählt. Geplant sind heuer vier weitere Bündnissitzungen im Mai, Juli, September und November. Antragsschluss für Projektanträge ist jeweils eine Woche vor der jeweiligen Bündnissitzung. Alle Antragsfristen werden auf der Internetseite www.dl-deggendorf.de veröffentlicht. Das neu gebildete Bündnis ist darüber hinaus für die strategische Planung und Organisation der „Partnerschaft für Demokratie in Deggendorf“ zuständig und wird auf der Basis einer Situations- und Ressourcenanalyse ein kommunales Handlungskonzept entwickeln. Auf der nächsten Sitzung wird es sich eine Geschäftsordnung geben.

 

Bewilligt haben die neu konstituierten Bündnis-Mitglieder die Vortragsveranstaltung „Hundert Tage Trump: Folgen für Deutschland, Europa und die Demokratie“ mit dem renommierten Professor Dr. Stephan Bierling von der Universität Regensburg am Dienstag, 29. April, in den Räumen der Deggendorfer Volkshochschule. Ebenfalls bewilligt wurde das Kinder- und Familien­fest der Caritas unter dem Motto „Vielfalt verbindet – gemeinsam stark“ am Freitag, den 25. Juli, im Garten der Deggendorfer Caritas-Geschäftsstelle. Dabei sollen Begegnungsmöglichkeiten vieler Kinder und Nationen geschaffen werden. Vom Bündnis gefördert werden auch die Honorarkosten für eine Aufführung des Theaterstücks „Auf einmal ist alles anders“ des Regensburger UE-Theaters, in dem es um die Förderung von Resilienz und Ich-Stärke geht. Beantragt hatte die Förderung der Förderverein der Grundschule Rettenbach.

 

Im ersten Jahresquartal konnten bereits fünf Demokratie-Veranstaltungen gefördert werden. Dazu zählen ein Spaziergang gegen das Vergessen am internationalen Holocaust-Gedenktag, ausgerichtet von der Volkshochschule; eine Frauenbegegnung anlässlich des internationalen Frauentags, organisiert vom interkulturellen Verein Mostik; ein kulinarisches Koch-Event am Welt-Down-Syndrom-Tag, durchgeführt vom Verein Koliiibri; sowie ein Zeitzeugengespräch im Mai und eine Synagogenfahrt im Juni, beantragt vom Förderverein der Kaufmännischen Berufsschule. Bereits fest eingeplant sind ein Aktionstag unter dem Motto „Bühne frei für Demokratie“ am Freitag, den 6. Juni, die „Wochen der Begegnung“ im Oktober und ebenfalls im Oktober eine Demokratie-Konferenz sowie eine Jugend-Demokratie-Konferenz. Im November wird wieder der interreligiöse Dialog stattfinden.

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