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Am letzten Wochenende hat die Stadt Deggendorf zu einer Einführung in den Obstbaumschnitt auf die städtische Streuobstwiese am Schluttenhof eingeladen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der derzeit im Foyer des Neuen Rathauses zu sehenden Ausstellung „Streuobstwiesen – Paradiese aus Menschenhand“ statt. Die Streuobstwiese liegt nordwestlich von Aletsberg an der Grenze zur Gemeinde Metten am Rande des Naturschutzgebiets „Deggendorfer Himmelreich“. Am Schluttenhof hat die Stadt eine große Ökokontofläche, auf der insgesamt 76 neue Obstbaum-Hochstämme regionaler Sorten gepflanzt wurden.
Der richtige Schnitt ist entscheidend, damit sich die Obstbäume gut entwickeln, Ertrag bringen und lange leben. Stadtgärtner Robert Schneider stellte den Interessierten zuerst die Werkzeuge vor, die man für den Obstbaumschnitt benötigt. Anschließend ging er auf die richtige Pflanzung eines wurzelnackten jungen Obstbaums ein und betonte, dass Obstbäume nie zu tief gepflanzt werden dürfen. Die Veredlungsstelle muss eine Hand breit oberhalb des Bodens sein.
Am Beispiel von ein paar jungen Birn- und Apfelbäumen zeigte der Stadtgärtner einige Grundregeln beim Schneiden: Leittrieb, Saftwaage, kegelförmiger Aufbau und Entnehmen von Parallelästen. „Nicht zu viel schneiden, denn damit wird nur „Holz“ durch Wassertriebe, aber kein Fruchtansatz gefördert“ betonte Schneider.
Die regionalen Obstbaumsorten bieten eine reiche Vielfalt früher und später Sorten, so dass man auch jetzt im März noch eingelagerte Äpfel zum Verzehr haben kann. Von weit her transportierte Äpfel muss man so nicht kaufen. Regionales Obst ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Bei einem Becher Bio-Apfel- Birnensaft von städtischen Bäumen diskutierten die Teilnehmer noch angeregt und ließen den Vormittag auf der Streuobstwiese ausklingen.




