Klosterviertel

Städtebauliche Neugestaltung des „Klosterviertel“
Für das sogenannte „Klosterviertel“, der Bereich in dem sich unter anderem die Schulstandorte der Maria-Ward-Realschule, der Grund- und Mittelschule Theodor-Eckert/Theodor-Heuss mit den Schulsportanlagen, der Kapuzinerstadl, die Wachswarenfabrik und private Wohn- und Geschäftshäuser am Kapuzinergraben befinden, wurde im März 2019 ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt. Zum Wettbewerb wurden acht Architekturbüros eingeladen, die anhand der Auslobung Vorschläge zur Umgestaltung des „Klosterviertels“ erarbeitet haben. Schwerpunkt des Wettbewerbes war dabei unter anderem die Neustrukturierung des Schulstandortes, das Ausweisen von Wohnbauflächen, die Ordnung der Quartierserschließung und die bessere freiräumliche Vernetzung mit der Umgebung insbesondere zwischen Altstadt und Klosterberg.
In der Sitzung des Preisgerichtes wurden am Dienstag, den 06.08.2019 die Wettbewerbsbeiträge ohne Kenntnis der Entwurfsverfasser analysiert und bewertet. Als Ergebnis der Preisgerichtssitzung wurde nach intensiver Diskussion die Reihenfolge der Wettbewerbsarbeiten festgelegt und so ein Siegerentwurf bestimmt. Erst anschließend wurden die Umschläge geöffnet, mit denen eine Zuordnung der Wettbewerbsteilnehmer zu den Entwürfen möglich war. Hier können Sie das Protokoll der Preisgerichtssitzung einsehen. Der erste Preis wurde an Victoria von Gaudecker Architektur BDA, München in Zusammenarbeit mit bl9 Landschaftsarchitekten PartGmbH, München vergeben.
Zur Dokumentation wurde eine Broschüre mit den wesentlichen Zielen des Wettbewerbes und den Arbeiten aller Teilnehmer erstellt. Sie können die Wettbewerbsdokumentation hier einsehen.
Dieser städtebauliche Wettbewerb wurde als Realisierungswettbewerb durchgeführt. Das bedeutet, dass aus dem Siegerentwurf ein städtebaulicher Rahmenplan entwickelt wurde, der dann als Grundlage bei der Planung von Bauvorhaben im Quartier berücksichtigt werden soll. Dementsprechend dient er langfristig auch als Grundlage für künftige Bauleitplanungen, aber auch für bauplanungsrechtliche Entscheidungen im Klosterviertel.
Der Deggendorfer Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25.04.2022 den Rahmenplan Klosterviertel beschlossen. Hier kann das Gestaltungskonzept zur städtebaulichen Rahmenplanung Klosterviertel eingesehen werden.
Mit Beschluss des Deggendorfer Stadtrates vom 10.06.2024 wurden die Rahmenbedingungen für die baulichen Maßnahmen im Klosterviertel signifikant geändert. Statt des angedachten Neubaus der städtischen Schulen wird seitdem die Sanierung der Grundschule Theodor Eckert, der Neubau einer Dreifeldsporthalle und die Sanierung der Mittelschule Theodor Heuss inklusive Zusammenlegung mit der Mittelschule St. Martin geplant. An diese neuen Gegebenheiten wurde der Rahmenplan Klosterviertel einschließlich des zugehörigen Verkehrsgutachtens angepasst. Der aktualisierte Rahmenplan wurde in der Sitzung des Deggendorfer Stadtrates am 26.05.2025 beschlossen. Die wesentlichen Änderungen sind:
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Integration der bestehenden Schulgebäude (Grund- & Mittelschule) statt Neubauten
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Errichtung einer Dreifeld-Turnhalle, statt Zweifeld, mit Dachnutzung als Pausenhof zwischen den Bestandsschulen
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Ausrichtung, Lage und Erschließung der Wohngebäude unter Beibehaltung des städtebaulichen Konzeptes der Wohnhöfe
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Neuer Standort für die vorgesehene Kindertagesstätte nordöstlich der Grundschule
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Anpassung des Wege- und Freiraumkonzepts unter Beibehaltung einer guten Durchwegung durch das Quartier insbesondere entlang einer grünen Achse zwischen Innenstadt und Klosterberg
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Anpassung der Verkehrskonzeption an die neuen Schülerzahlen, Anzahl notwendiger Bussteige und Gebäudestandorte
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Anpassung der Entwicklungsphasen an den Bauablauf der Schulbaumaßnahmen
Hier kann das aktualisierte Gestaltungskonzept zum Rahmenplan Klosterviertel eingesehen werden.
Kontakt zum Amt
Franz-Josef-Strauß-Str. 3
Mittwoch: 08:00 - 12:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten gerne nach vorheriger Terminvereinbarung



