Newsroom
Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben!
Mitmach-Aktion "Demokratie Leben"
Text von Stadt Deggendorf|Foto von Stadt Deggendorf|Stand: 12.01.2024 09:31 Uhr|Lesedauer: 2 Minuten

Mitmach-Aktion des Begleitausschusses „Demokratie leben“ am Holocaust-Gedenktag im Januar – Große Anne-Frank-Ausstellung im Juni und Juli

Der Begleitausschuss (BgA) „Demokratie leben in Deggendorf“ plant am 27.01.2024 – dem internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust – um 16:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung für die verfolgten und in Vernichtungslagern umgekommenen Deggendorfer Jüdinnen und Juden. Der Treffpunkt befindet sich am Oberen Stadtplatz. Nach einer kurzen Ansprache von Oberbürgermeister Dr. Christian Moser werden die „Stolpersteine“ begangen, die an jüdische Opfer des nationalsozialistischen Terrors erinnern. Über Schicksale und menschliche Hintergründe wird Historiker Professor Dr. Lutz-Dieter Behrendt berichten. Dabei werden Gedenklichter aufgestellt und Rosen niedergelegt. Den Abschluss bilden Text-Rezitationen und Musik-Darbietungen in der Grabkirche. „Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft heute keinen Platz mehr haben“, betonen BgA-Vorsitzender Bernhard Greiler und Koordinatorin Ursula Keßler. Beide wünschen sich eine möglichst breite Beteiligung seitens der Zivilgesellschaft an der Aktion im nächsten Jahr und laden Einrichtungen, Kirchen, Vereine und Initiativen ein, aktiv mitzumachen (Kontakt: u.kessler@vhs-deggendorf.de).

 

Im Zentrum des nächsten Demokratie-leben-Förderzeitraums 2024 steht im Juni die große Anne-Frank-Ausstellung mit umfänglichem Rahmenprogramm. Diese Präsentation rückt die Lebensgeschichte des Holocaust-Opfers Anne Frank während des nationalsozialistischen Terror-Regimes in den Blickpunkt und fördert die Auseinandersetzung mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung. Die Ausstellung gliedert sich in einen historischen und einen aktuellen Teil. Präsentiert werden hauptsächlich Bilder, Texte und kurze Filme. Die thematischen Module richten sich insbesondere an Jugendliche. Speziell ausgebildete – ebenfalls Jugendliche – „Peer-Guides“ machen mit zentralen Fragestellungen der Ausstellung vertraut. Die Vernissage wird vom 12.06., dem Geburtstag von Anne Frank, bis zum 17.07.2024 im Kapuzinerstadl zu sehen sein.

 

Auch im Jahr 2024 können wieder insgesamt knapp 50.000 € Fördermittel des Bundesprogramms „Demokratie leben“ an Trägervereine ausgereicht werden. Im vergangenen Förderzeitraum 2023 hat der Begleitausschuss insgesamt 27 Projekte von 21 Trägervereinen unterstützt. Neun Projekte fanden in Zusammenarbeit mit Schulen statt und zehn Projekte im Rahmen der „Wochen der Begegnung“. Teilgenommen haben rund 2500 Menschen, davon 1500 Kinder und Jugendliche.

Themen in diesem Artikel

News zum Thema

Auch interessant