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Schiffsglocke des Tenders „Donau“ während der Werftzeit in der Patenstadt
Abordnung des Patenschiffs bringt Originalglocke nach Deggendorf
Text von Stadt Deggendorf|Foto von Stadt Deggendorf|Stand: 14.07.2026 11:29 Uhr|Lesedauer: 2 Minuten
Vier Männer posieren vor einem Motorroller und halten eine goldene Glocke sowie eine gerahmte Auszeichnung.

Ein Wochenende lang war eine Abordnung der Besatzung des Marineschiffs Tender „Donau“ zu Gast in ihrer Patenstadt Deggendorf. Höhepunkte des Aufenthalts waren der Besuch der Mittelschule St. Martin, die Teilnahme an der Veranstaltung Summer Vibes, bei der die feierliche Übergabe der Schiffsglocke durch Hauptbootsmann Christian Haufe mit seinen Kameraden Hauptbootsmann Andreas Müller und Obermaat Steve Lenhard erfolgte.

Mit dem Tender „Donau“ besteht seit 1964 eine Patenschaft mit Deggendorf. Das mehr als 3.000 Tonnen schwere Schiff dient zur Versorgung von in See stehenden Einheiten. Die rund 70 Besatzungsmitglieder leisten ihren Dienst von Kiel aus. Die „Donau“ ist einer von fünf Tendern der Elbe-Klasse, welche dem Unterstützungsgeschwader in Kiel unterstellt sind.

Seit März bereitete die Besatzung das Schiff auf die für 2026 geplante Grundinstandsetzung vor. Dafür musste nahezu das gesamte bewegliche Material von Bord gebracht und für die Einlagerung vorbereitet werden – von Ausrüstung und Ersatzteilen bis hin zu Mobiliar und persönlichem Gepäck. Am 7. Mai verließ die „Donau“ den Marinestützpunkt Kiel und verlegte in die Werft nach Wewelsfleth. Nach der Passage des Nord-Ostsee-Kanals erreichte das Schiff planmäßig die Werft, wo die Arbeiten unmittelbar begannen.

Mit der Übergabe der Schiffsglocke an Oberbürgermeister Dr. Christian Moser folgt die Besatzung einer langjährigen Marinetradition. Wenn ein Marineschiff für längere Zeit in die Werft geht, wird die Glocke als wichtiges Symbol des Schiffes abgenommen und der Patenstadt zur Aufbewahrung übergeben. Die Schiffsglocke ist weit mehr als ein schmückendes Ausstattungsstück: Traditionell dient sie an Bord zur Anzeige von Zeit und Wachrhythmus, zur Kennzeichnung der ausgesteckten Ankerkette sowie als Warnsignal bei schlechter Sicht oder Nebel. Mit einem Durchmesser von rund 30 Zentimetern bringt die Glocke des Tenders „Donau“ etwa 15 Kilogramm auf die Waage.

Für Deggendorf ist diese Tradition nicht neu. Bereits beim vorherigen Werftaufenthalt des Tenders „Donau“ wurde die Schiffsglocke im August 2021 im Rahmen des Seniorenkaffeetrinkens im Stadthallenpark von Kommandant Fregattenkapitän Bernd Abshagen und einer Abordnung der Besatzung an Oberbürgermeister Dr. Christian Moser übergeben. Während der anschließenden Instandsetzungszeit wurde sie im Neuen Rathaus verwahrt und erinnerte dort an die enge Verbindung zwischen der Besatzung und ihrer Patenstadt. Nach Abschluss der Arbeiten holte Kommandant Korvettenkapitän Stefan Huber die Originalglocke gemeinsam mit einer Abordnung der Besatzung im Rahmen eines Patenschaftsbesuchs zur Adventszeit 2023 persönlich wieder ab.

Die Übergabe der Glocke gilt als sichtbares Zeichen der besonderen Verbundenheit zwischen Schiff und Patenstadt. Während der Werftzeit bleibt ein Stück maritime Tradition in Deggendorf und macht die Patenschaft auch fernab des Heimathafens Kiel erlebbar.

Auch diesmal wird die Glocke während der Grundinstandsetzung in Deggendorf im Neuen Rathaus verwahrt. Sie steht als sichtbares Zeichen für die seit über sechs Jahrzehnten bestehende enge Verbindung zwischen der Stadt und ihrer Schiffsbesatzung. Bis zur Rückkehr der „Donau“ in den Heimathafen Kiel bleibt die Glocke in der Patenstadt und erinnert dort an die lebendige Patenschaft zwischen Marine und Stadtgesellschaft.

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