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„Streuobstwiesen-Paradiese aus Menschenhand“
Ausstellung im Rathausfoyer
Text von Stadt Deggendorf|Foto von Stadt Deggendorf|Stand: 20.03.2026 11:44 Uhr|Lesedauer: 2 Minuten
v.l.n.r.: Georg Kestel-Kreisvorsitzender BUND Naturschutz Deggendorf, Christoph Strasser-Leiter Bauamt Stadt Deggendorf, Klaus Busch-Sachgebietsleiter Stadtplanungsamt, Sabrina Diyaroglu-Leiterin Geschäftsstelle Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lalling, Stefanie Arneth-Stadtplanungsamt, Claudia Brielbeck-Schulamtsdirektorin Staatliches Schulamt Deggendorf, Robert Schneider-Leiter Stadtgärtnerei, Maria Gruber, Vorstandsvorsitzende des Niederbayerischen Streuobstwiesenkompetenzzentrums Lallinger Winkel e.V.

Zusammen mit dem Bund Naturschutz – Kreisgruppe Deggendorf und dem Niederbayerischen Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel e.V.

Streuobstbäume gehören zum Landschaftsbild um Deggendorf. In Mietraching zum Beispiel sind Streuobstwiesen im Umfeld von Bauernhöfen noch oft zu sehen. Als Streuobstwiesen werden Wiesen bezeichnet, die mit hochstämmigen Obstbäumen locker bepflanzt sind. Diese Art des Obstanbaus bietet vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und bereichert das Landschaftsbild.

 

In der Ausstellung „Streuobstwiesen-Paradiese aus Menschenhand“, die der Bund Naturschutz in Bayern e.V. konzipiert hat, werden Streuobstwiesen als wertvolle Bestandteile unserer Kulturlandschaft von verschiedenen Seiten beleuchtet. Die Ausstellungsbeiträge beschäftigen sich mit der Geschichte der Obstkultur, der Schönheit von Obstwiesen in der Landschaft, mit höhlenbewohnenden Tieren sowie mit Obstgenuss und Sortenvielfalt. Die Ausstellung ist vom 18.03.2026 bis 06.05.2026 im Foyer des Neuen Rathauses zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen:

Montag          07:30 bis 12:00 Uhr     und     13:00 bis 16:00 Uhr

Dienstag         08:00 bis 12:00 Uhr     und     13:00 bis 16:00 Uhr

Mittwoch        08:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag    08:00 bis 12:00 Uhr     und     13:00 bis 16:00 Uhr

Freitag            08:00 bis 12:00.

 

Die Stadt Deggendorf hat in den letzten 20 Jahren 222 Obstbaum-Hochstämme regionaler Sorten auf Ausgleichsflächen und auf öffentlichen Grünflächen gepflanzt. Obwohl noch in jugendlichem Alter beginnen sie schon Erträge zu bringen, die von der Stadt zu einem biozertifizierten Apfelsaft verarbeitet werden. Am Rande des Naturschutzgebiets „Deggendorfer Himmelreich“ im Bereich des ehemaligen „Schluttenhofs“ wurden 2015-2020 74 Obstbäume gepflanzt. Neben Apfelbäumen wachsen dort auch Birnbäume, Kirschbäume, Zwetschgenbäume und Esskastanien.

Um die Streuobstwiesen zu erhalten, ist Wertschätzung und Wissen über die Kultur des Streu­obstanbaus notwendig. Das niederbayerische Streuobstwiesenkompetenzzentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Wissen zu vermitteln und bildet seit einigen Jahren Streuobstwiesen­berater aus. Die Schulkinder der 2. Jahrgangsstufe der städtischen Grundschulen erhalten die Gelegenheit, an einem umweltpädagogischen Programm auf der Streuobstwiese im Gleisdreieck im Landesgartenschaugelände teilzunehmen, das vom Niederbayerischen Streuobstwiesen­kompetenzzentrum durchgeführt wird. Ihnen wird spielerisch Wissen rund um die Apfelbäume vermittelt. Die Aktion wird vom Staatlichen Schulamt Deggendorf engagiert unterstützt.

 

Begleitend zur Ausstellung gibt es außerdem eine Einführung in den Obstbaumschnitt durch den Stadtgärtner Robert Schneider in Kooperation mit dem BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Deggendorf. Der Kurs findet am 28.03.2026 um 09:30 Uhr auf der Streuobstwiese am Schluttenhof im „Deggendorfer Himmelreich“ nordwestlich von Aletsberg am Schalterbach an der Grenze zur Gemeinde Metten statt – die GPS-Daten des Treffpunkts sind GPS 48.85117, 12.93251. Die Streuobstwiese ist nur zu Fuß erreichbar.

 

Außerdem findet am 05.05.2026 um 17:00 Uhr eine geführte Abendwanderung zu Streuobstwiesen im Himmelreich statt. Zeitgleich zur Ausstellung im Rathaus lädt die Stadtbibliothek Deggendorf zu einer begleitenden Medienausstellung rund um das Thema Streuobst ein. Eine vielfältige Auswahl an Büchern greift das Thema auf, vertieft zentrale Aspekte und bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern weiterführende Anregungen und Informationen.

 

Im April gibt es eine Baumpflanzaktion der Jugendgruppe des Landesbund für Vogelschutz, die zusammen mit dem Stadtgärtner auf dem Dorfanger in Niederkandelbach einen Apfelbaum pflanzen wird.

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