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Auch heuer lädt Oberbürgermeister Dr. Christian Moser die Vertreter der Heimatvertriebenen und alle Interessierten wieder zum „Tag der Heimat“ ein. Die Veranstaltung findet am Freitag, 12.09.2025 um 16:00 Uhr im historischen Saal des Alten Rathauses statt. Dieses Mal ist der Wort- und Musikkabarettist Josef Brustmann zu Gast und liest als Schriftsteller und Lyriker aus seinem Debüt-Roman „Jeder ist wer“, wodurch er das Thema von Flucht und Vertreibung mit Einblicken in seine persönliche Lebensgeschichte beleuchtet.
Was ist der Mensch, was sein Leben? Diese Fragen inspirierten den virtuosen Multiinstrumentalisten und Träger des Deutschen Kabarettpreises auch schon in Bühnenprogrammen, Gedichten und Prosa. Jetzt hat Josef Brustmann in seiner Eigenschaft als Literat ein ganzes Buch daraus gemacht, geschrieben in einer wunderbaren Sprache: rau und kurzangebunden, wie aus einem bäuerlichen Vermächtnis heraus, herznah, zartbitter und wahrhaftig, vom Leben diktiert. Das Buch wurde unter anderem bereits mit drei Preisen ausgezeichnet, von Michael Krüger in der ZEIT besprochen und von der Schriftstellerin Elke Heidenreich im SPIEGEL TV als Buch der Woche empfohlen.
Josef wächst in großer Armut als achtes von neun Kindern auf. Zwei sterben viel zu früh, die anderen wärmen einander mit Singen, Lachen und Musizieren. Der Vater ist von Krieg und langer Kriegsgefangenschaft verschluckt. Dass er den Josef liebt, zeigt sich erst ganz spät. Aber auch: dass es dafür nie zu spät ist. Ein alles veränderndes Lebensereignis der Familie war die Vertreibung aus der Heimat und das zufällige Stranden im „gelobten“ Land Bayern, in Waldram bei Wolfratshausen, ehemals Föhrenwald, ehemals DP-Lager und jüdisches Schtetl.
Musikalisch wird die Veranstaltung von Martin Regnat auf dem Akkordeon und Josef Brustmann auf der Zither begleitet.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



