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2026 ist die Zitterpappel, auch Espe oder Aspe genannt, zum Baum des Jahres ernannt worden. Die Stadt Deggendorf nimmt dies zum Anlass, im Stadtpark eine Zitterpappel zu pflanzen. Damit soll die Tradition fortgesetzt werden, jährlich zum Tag des Baumes den Baum des Jahres zu pflanzen und die jeweilige Baumart mit ihren Eigenschaften und Vorzügen bekannt zu machen.
Mit der Zitterpappel wird die Aufmerksamkeit auf eine einheimische und ökologisch wertvolle Baumart gelenkt. Der schnell wachsende Baum hat seinen Namen von den sich im Wind an langen Blattstielen raschelnd bewegenden, silbergrünen Blättern. Bekannt ist die Redewendung „Zittern wie Espenlaub“. Zitterpappeln sind Pionierbäume, die rasch offene Standorte besiedeln. Sie sind sehr regernationsfähig und treiben nach Schäden wie Sturm und Waldbrand bald wieder aus ihrem Wurzelgeflecht aus. Die Eigenschaft, sich gut an veränderte Bedingungen anpassen zu können, macht sie zu einer wertvollen Baumart in Zeiten des Klimawandels.
Da Zitterpappeln ein weiches Holz haben, können Spechte leicht Höhlen zimmern. Viele Vogelarten finden in den Bäumen einen Lebensraum. Zahlreiche Insektenarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle. Sie sind eine der wichtigsten Futterpflanzen der in Mitteleuropa heimischen Schmetterlinge. Der lichtliebende Baum wächst an Waldrändern, auf Kahlschlägen und in lichten Wäldern und bevorzugt frische bis mäßig trockene, nährstoffreiche Böden.
Menschen nutzen das leicht zu bearbeitende Holz für Sperrholz, leichte Möbel und die Papierproduktion. Vor allem aber ist die Zitterpappel ein attraktiver Baum von stattlicher Größe mit einer leuchtend gelben Herbstfärbung, der unsere Landschaft bereichert.



