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Am Dienstagabend tauchten die Kinder des Kindergartens und der Krippe Hafenbrädl die Straßen in warmes Laternenlicht – und zeigten, was Teilen wirklich bedeutet. Um 17 Uhr begrüßte Kindergartenleiterin Erika Eder die Familien am Parkplatz der Einrichtung. Nach einem kurzen gemeinsamen Singen und einer kindgerechten Erzählung der Martinsgeschichte setzte sich der bunte Laternenzug in Bewegung. Jede Gruppe hatte ganz unterschiedliche Laternen gestaltet: vom strahlenden Regenbogen über getupfte Sterne bis zu fantasievollen Eigenkreationen, die im Dunkeln geheimnisvoll schimmerten. Die Kinder liefen stolz und aufgeregt vorneweg, manche ganz vorsichtig, damit ihre Laterne nicht kippte, andere voller Freude hüpfend – und überall hörte man fröhliches Kichern und das ein oder andere Laternenlied. Begleitet von den Eltern, Geschwistern, Großeltern und Erzieherinnen schlängelte sich der Zug durch die angrenzenden Straßen. Diese wurden von der Feuerwehr Deggendorf professionell abgesperrt – ein großer Dank geht an die Einsatzkräfte. So konnten die Familien entspannt spazieren und die besondere Stimmung auf sich wirken lassen. Viele Passanten blieben stehen, lächelten und ließen sich von dem warmen Licht ein kleines Stück mitnehmen. Zurück im Garten des Kindergartens wurde es noch einmal ganz still. Die Grüne Gruppe präsentierte ein modernes Martinsspiel mit klarer Botschaft: Ein Kind fror am Spielplatz ohne Jacke – bis ein anderer Junge ihm seine eigene gab. Dieser schlichte Moment rührte viele Erwachsene zum Lächeln und erinnerte eindrucksvoll daran: Teilen braucht kein großes Heldentum, nur ein warmes Herz. Im Anschluss durften sich alle Kindergarten- und Krippenkinder über Martinsgänse zum Teilen freuen. Bei Glühwein, Kinderpunsch und Hotdogs klang der Abend fröhlich und gemütlich aus. Trotz anfänglicher Wettersorgen hatte der Regen pünktlich aufgehört – und so wurde der Martinsumzug der Krippe und des Kindergartens Hafenbrädl zu einem warmen, stimmungsvollen Fest, das vor allem eines vermittelte: Gemeinsamkeit.




