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Zeugnisse der Wallfahrt

In die­sem Zu­sam­men­hang müs­sen auch die ar­chäo­lo­gi­schen Zeug­nis­se für Wall­fahr­ten ge­nannt wer­den. Die Wall­fahrt dien­te zwar zum ei­nen dem See­len­heil, be­trach­tet man sich aber Vo­tiv­ta­feln und Vo­tiv­ga­ben so ste­hen wohl eher kör­per­li­che Ge­bre­chen, Krank­hei­ten und Un­glücks­fäl­le im Vor­der­grund. Be­reits im Mit­tel­al­ter ga­ben al­le wich­ti­gen Wall­fahrts­or­te Pil­ger­zei­chen her­aus, die an Hut oder Klei­dung be­fes­tigt, sicht­ba­res Zei­chen des Pil­gers wa­ren. Im 16. und be­son­ders im 17. Jahr­hun­dert wur­den sie ab­ge­löst durch Wall­fahrts­me­dail­len, auf de­nen meist die Gna­den­stät­te und das Gna­den­bild dar­ge­stellt wur­den. So­wohl im Mit­tel­al­ter wie auch in der Neu­zeit wur­den die­se „Mit­brings­el“ in Mas­sen her­ge­stellt und ver­trie­ben. Als Ein­zel­fun­de bei den Aus­gra­bun­gen aber be­son­ders als Grab­bei­ga­ben ge­ben sie uns heu­te Aus­kunft über das Wall­fahrts­ver­hal­ten der ört­li­chen Be­völ­ke­rung, da­mit auch über die Mo­bi­li­tät des mit­tel­al­ter­li­chen und des früh­neu­zeit­li­chen Men­schen.

Das äl­tes­te in Deg­gen­dorf ge­fun­de­ne Pil­ger­zei­chen stammt aus dem Gar­ten des Ka­tha­ri­nen­spi­tals und ver­weist auf ei­ne Wall­fahrt nach Alt­öt­ting im Jah­re 1490. Es han­delt sich um ei­ne lei­der frag­men­tier­te, ge­loch­te run­de Blei­pla­ket­te mit dem Alt­öt­tin­ger Gna­den­bild und der Um­schrift AL­TEN OT­TING. Sie stellt zu­sam­men mit ei­nem in Pas­sau über­lie­fer­ten Pil­ger­zei­chen das äl­tes­te be­kann­te in Alt­öt­ting her­ge­stell­te Wall­fahrtsan­den­ken dar, denn die Alt­öt­tin­ger Wall­fahrt be­gann erst ein Jahr frü­her, im Jah­re 1489.

Die wei­te­ren in Deg­gen­dorf auf­ge­fun­de­nen Me­dail­len be­le­gen im Fal­le von Scha­ching le­dig­lich Wall­fahr­ten nach Neu­kir­chen Hl. Blut und eben­falls Alt­öt­ting. Die eben­falls in Scha­ching ge­fun­de­nen klei­nen An­hän­ger mit der Auf­schrift „RO­MA“ fal­len wohl eher in den Be­reich der Bru­der­schafts­me­dail­len. Die Wall­fahrtsan­den­ken von der Gei­ers­berg­kir­che da­ge­gen brin­gen Ma­ria Zell und Ma­ria Ta­ferl, An­dechs, Neu­kir­chen Hl. Blut und Krum­nau in Böh­men ins Spiel. Ein so­ge­nann­tes Wolf­gangs­hackl weist auf ei­ne Wall­fahrt nach St. Wolf­gang am Wolf­gangs­see hin. Der Un­ter­schied zwi­schen Scha­ching und Gei­ers­berg­kir­che ist dem­nach ekla­tant, wird doch für die bäu­er­lich struk­tu­rier­te Ge­sell­schaft in Scha­ching der be­grenz­te Mi­gra­ti­ons­ra­di­us deut­lich und mit der Sel­ten­heit der Me­dail­len noch nach­drück­li­cher be­tont, so wird gleich­zei­tig für den Kreis von Per­so­nen, die mit der Gei­ers­berg­kir­che zu tun hat­te, ein schon ganz an­de­res Be­we­gungs­um­feld sicht­bar. Al­lein die dar­aus re­sul­tie­ren­den Er­kennt­nis­se las­sen es um so be­dau­er­li­cher er­schei­nen, dass man bei der Aus­gra­bung der Stadt­pfarr­kir­che durch die Kreis­ar­chäo­lo­gie die dort be­find­li­chen Grab­fun­de un­be­se­hen im Bo­den ge­las­sen hat.

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